Custom Label

Was ist Custom Label?

Was ist ein Custom Label?

Ein Custom Label ist ein frei definierbares Kennzeichen in Produktdatenfeeds, mit dem du Produkte nach eigenen Kriterien wie Marge, Saison, Bestseller-Status oder Kampagnen taggen kannst. Custom Labels werden vor allem in Google Shopping und anderen Feed-basierten Kanälen genutzt, um Kampagnen, Gebote und Auswertungen gezielt zu steuern.

1. Grundlagen: Begriffserklärung Custom Label im E-Commerce

Ein Custom Label (deutsch: benutzerdefiniertes Label oder benutzerdefiniertes Attribut) ist ein zusätzliches Feld im Produktdatenfeed, das du frei für deine eigene Logik nutzen kannst. Besonders bekannt ist der Einsatz im Google Merchant Center für Google Shopping und Performance Max Kampagnen.

Custom Labels sind technisch gesehen einfache Textfelder, haben aber strategisch großen Einfluss auf die Struktur deiner Kampagnen, deine Gebotslogik und dein Reporting. Du kannst damit Produkte gruppieren, ohne deine eigentliche Kategorien- oder Attributstruktur im Shop verändern zu müssen.

2. Wo Custom Labels eingesetzt werden

Im E-Commerce kommen Custom Labels überall dort vor, wo Produktdaten als Feed an ein System übergeben werden, zum Beispiel:

  • Google Merchant Center (Google Shopping, Performance Max)
  • Microsoft Merchant Center (Bing Shopping)
  • Vergleichsportale und Preisvergleichsseiten
  • Affiliate-Netzwerke mit Produktdatenfeeds
  • Interne PIM- oder Feed-Management-Systeme

Die bekannteste Variante ist das Custom Label in Google Shopping, wo du bis zu fünf Felder (custom_label_0 bis custom_label_4) pro Produkt befüllen kannst. Jedes Feld darf nur einen Wert pro Produkt enthalten, kann aber beliebig viele verschiedene Werte über das ganze Sortiment hinweg haben.

3. Funktionsweise von Custom Labels in Produktfeeds

Ein Custom Label wird in der Regel direkt im Produktdatenfeed mitgeliefert. Typisch sind Formate wie XML, CSV oder TXT, die dein Shop, dein PIM oder ein Feed-Tool exportiert. Ein Beispiel für einen Google-Feed kann so aussehen:

  • custom_label_0: Marge (z. B. hoch / mittel / niedrig)
  • custom_label_1: Saison (z. B. Sommer / Winter / Ganzjahr)
  • custom_label_2: Bestseller-Status (z. B. Topseller / Longtail)
  • custom_label_3: Lagerbestand (z. B. viel Bestand / Auslaufartikel)
  • custom_label_4: Strategie (z. B. Push / Defend / Test)

Auf Kampagnenebene kannst du diese Labels dann nutzen, um Gebote, Budget, Aussteuerung und Auswertungen viel feiner zu steuern als mit Standardfeldern wie Kategorie oder Marke.

4. Vorteile und Nutzen von Custom Labels für Onlineshops

Richtig genutzte Custom Labels bringen mehrere handfeste Vorteile für dein Performance-Marketing und deine Produktdatenstrategie:

  • Feingranulare Steuerung: Du kannst Kampagnen nach Business-Kriterien strukturieren, die in Standardattributen nicht vorkommen.
  • Besseres Bid-Management und Budget-Allokation (z. B. mehr Budget auf margenträchtige oder Topseller-Produkte).
  • Sauberes Testing von Preisstrategien, Kampagnenansätzen und Sortimentssegmenten.
  • Verbessertes Reporting, weil du Performance nach für dich relevanten Clustern auswertest.
  • Bessere Zusammenarbeit zwischen E-Commerce, Einkauf, Marketing und Controlling, da Custom Labels Business-Logiken abbilden können.

5. Typische Einsatzszenarien für Custom Labels

In der Praxis haben sich einige Standardstrategien etabliert, wie Shops Custom Labels im Feed sinnvoll nutzen. Typische Szenarien sind:

  • Marge / Profitabilität gruppieren
  • Saison & Kampagnen (z. B. Black Friday, Weihnachten)
  • Bestseller vs. Longtail
  • Preiscluster (z. B. Low-, Mid-, High-Price)
  • Lagerstatus und Abverkauf
  • Lebenszyklus (Neuheiten, Standard, Auslauf)

Je nach Geschäftsmodell (D2C-Brand, Händler, B2B-Shop) kann es sinnvoll sein, Custom Labels stark auf Marge, Sortimentstiefe oder auf Kampagnen und Saisonalität auszurichten.

6. Google Shopping Custom Labels im Detail

Für Google Shopping gibt es einige Besonderheiten, die du kennen solltest:

  • Du hast genau fünf Felder: custom_label_0 bis custom_label_4.
  • Jedes Feld darf pro Produkt nur einen Wert enthalten.
  • Die Werte sind frei definierbar, sollten aber konsistent und klar benannt sein.
  • Die Labels dienen der Strukturierung auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Produktgruppenebene.

Google wertet Custom Labels nicht als Rankingfaktor für die Ausspielung der Anzeigen, sie sind aber entscheidend für deine Account-Struktur und deine Gebotsstrategie. Je sauberer du hier planst, desto besser kannst du CPC (Cost per Click), CPA (Cost per Acquisition) und ROAS (Return on Ad Spend) steuern.

7. Beispiele für sinnvolle Custom-Label-Strategien

Damit Custom Labels im Alltag wirklich helfen, brauchst du klare Regeln und eindeutige Definitionen. Einige erprobte Strategien sind:

7.1 Custom Label für Profitabilität und Marge

Eine der effektivsten Anwendungen ist die Gruppierung nach Brutto- oder Nettomarge. Mögliche Ausprägungen:

  • hoch_marge
  • mittel_marge
  • niedrig_marge

So kannst du Gebote für hochmargige Produkte erhöhen und bei schwacher Marge bewusst defensiver bieten, ohne komplexe Regeln in jeder einzelnen Kampagne zu pflegen.

7.2 Custom Label für Saison und Kampagnen

Gerade in saisonalen Sortimentswelten (Mode, Sport, Garten, Reisen) sind Custom Labels ein Hebel, um saisonale Pushs zu steuern:

  • saison_sommer, saison_winter, saison_ganzjahr
  • kampagne_black_friday, kampagne_xmas, kampagne_sale

So legst du zum Beispiel Performance Max Kampagnen speziell für Black-Friday-Produkte an oder erhöhst Budgets für winterrelevante Kategorien in der kalten Jahreszeit.

7.3 Custom Label für Bestseller & Conversion-Power

Wenn du weißt, welche Produkte stark konvertieren, kannst du diese gezielt mit Labels wie:

  • bestseller
  • top_10_kategorie
  • low_performer

markieren. Anschließend kannst du eigene Kampagnen für Topseller aufsetzen und ihnen mehr Budget oder aggressivere Gebote zuteilen.

8. Abgrenzung: Custom Label vs. Standardattribute

Custom Labels ergänzen, ersetzen aber nicht die Standardattribute deines Feeds. Wichtige Unterschiede:

Aspekt Standardattribute Custom Labels
Beispiele Titel, Beschreibung, Preis, Marke, Kategorie Marge, Saison, Kampagne, Strategie
Vorgaben Strenge Richtlinien der Plattform Frei definierbar durch dich
Einfluss Relevanz, Ausspielung, Qualitätsscore Strukturierung, Bidding, Reporting
Sichtbarkeit Für Nutzer sichtbar (z. B. Titel) Nur intern in Kampagnen & Reports

Standardattribute beschreiben das Produkt selbst, Custom Labels beschreiben deine strategische Sicht auf das Produkt.

9. Best Practices: So planst du deine Custom-Label-Logik

Bevor du Custom Labels im Feed einbaust, solltest du ein klares Konzept entwickeln. Bewährt haben sich folgende Schritte:

  • Definiere deine Business-Ziele (z. B. Profitabilität, Wachstum, Lagerabbau).
  • Lege 3–5 zentrale Dimensionen fest (z. B. Marge, Saison, Bestseller, Preiscluster, Lifecycle).
  • Ordne jeder Dimension ein bestimmtes Custom-Label-Feld zu (z. B. custom_label_0 = Marge).
  • Definiere feste Werte pro Dimension (z. B. hoch_marge / mittel_marge / niedrig_marge).
  • Dokumentiere die Logik, damit Marketing, IT und Controlling dieselbe Sprache sprechen.

Wichtig ist, dass du bei der Benennung konsistent bleibst. Schreibweisen wie „hoch_marge“ und „hoch-marge“ sollten nicht gemischt werden, um Auswertungen sauber fahren zu können.

10. Technische Umsetzung in Feed- und Content-Prozessen

Custom Labels entfalten ihre volle Wirkung, wenn sie automatisiert aus deinen vorhandenen Daten abgeleitet werden. Typische Datenquellen sind:

  • Preis- und Margendaten aus ERP oder Warenwirtschaft
  • Lagerbestände und Verfügbarkeiten
  • Sales-Daten aus Shop oder BI-System
  • Kategorisierung und Produktattribute aus PIM-Systemen

Mit einem regelbasierten Ansatz können Custom Labels dann beim Feed-Export automatisch gesetzt werden. Beispiel: Wenn Marge > 40 %, dann custom_label_0 = hoch_marge. Wenn Lagerbestand < 5, dann custom_label_3 = knapp_bestand.

11. Custom Labels und automatisierte Produkttexte

Custom Labels sind nicht nur für SEA spannend, sondern auch für die automatisierte Erstellung von Produkttexten und Kategorietexten. Wenn dein Content-Setup auf Feeds basiert, kannst du Custom Labels z. B. nutzen, um:

  • Tonality oder Argumentation zu variieren (z. B. stärkerer Fokus auf Preis-Leistung bei niedrigem Preissegment).
  • Saisonale Hinweise direkt in Texte zu integrieren (z. B. „Ideal für den Sommer“ bei saison_sommer).
  • Bestseller stärker hervorzuheben (z. B. „Beliebtes Modell bei unseren Kunden“ bei bestseller).
  • Abverkaufsargumente zu setzen (z. B. „Nur noch wenige Stück verfügbar“ bei knapp_bestand).

Feed-basierte Tools wie feed2content.ai ® können Custom Labels direkt aus dem Produktdatenfeed mitverarbeiten und in die Textlogik integrieren. So entsteht ein durchgängiger Daten-zu-Content-Prozess, bei dem Kampagnenstruktur und Produkttexte auf derselben Logik aufsetzen.

12. Reporting und Analyse mit Custom Labels

Ein häufig unterschätzter Nutzen von Custom Labels liegt im Reporting. Wenn du Produkte sauber mit Labels versiehst, kannst du in Google Ads, im Merchant Center oder in deinem BI-System genau sehen:

  • Wie performen hoch_marge-Produkte vs. niedrig_marge-Produkte?
  • Welche Saisonen, Kampagnen oder Preiscluster liefern den besten ROAS?
  • Welche Bestseller-Gruppen (Top 10, Top 50, Rest) tragen welchen Anteil zum Umsatz bei?
  • Wie effizient ist dein Budgeteinsatz pro Custom-Label-Segment?

Das ermöglicht dir fundierte Entscheidungen, etwa zu Budgetverlagerungen, Sortimentsoptimierungen oder Preis- und Rabattstrategien.

13. Häufige Fehler beim Einsatz von Custom Labels

Damit deine Custom Labels langfristig funktionieren, solltest du typische Stolperfallen vermeiden:

  • Zu viele unterschiedliche Werte ohne klare Struktur (Reporting wird unübersichtlich).
  • Änderung der Logik ohne Dokumentation (alte und neue Logik nicht vergleichbar).
  • Manuelle Pflege einzelner Produkte statt automatisierter Regeln (fehleranfällig und nicht skalierbar).
  • Nutzung von Custom Labels für Informationen, die bereits in Standardfeldern abbildbar wären.
  • Kein Alignment mit Kampagnenstruktur (Custom Labels passen nicht zum Setup in Google Ads).

Eine klare Governance und regelmäßige Reviews deiner Label-Logik helfen, diese Fehler zu vermeiden.

14. Praxisbeispiele: Custom Label Setups für unterschiedliche Shop-Typen

Je nach Geschäftsmodell sehen sinnvolle Custom-Label-Strategien unterschiedlich aus. Drei vereinfachte Beispiele:

Shop-Typ Custom-Label-Fokus Beispielwerte
Fashion-Retailer Saison, Trend, Marge saison_sommer, trend_piece, hoch_marge
B2B-Technikshop Lagerbestand, Lifecycle, Herstellerfokus lager_hoch, lifecycle_standard, fokus_hersteller_x
D2C-Brand Bestseller, Kampagnen, Preispunkte bestseller, kampagne_branding, price_high

Wichtig ist, dass du deine Custom-Label-Strategie immer direkt an deine KPIs (Umsatz, Marge, CR, ROAS) und an deine internen Prozesse anbindest.

15. Häufige Fragen zu Custom Labels

Wofür werden Custom Labels im Google Merchant Center genutzt?

Custom Labels im Google Merchant Center dienen dazu, Produkte nach individuellen Business-Kriterien zu gruppieren, zum Beispiel nach Marge, Saison, Bestseller-Status oder Kampagnenzugehörigkeit. Diese Gruppen kannst du in Google Ads verwenden, um Kampagnenstruktur, Gebote, Budgets und Auswertungen gezielt zu steuern, ohne die eigentliche Produktkategorie oder den Titel anzupassen.

Wie viele Custom Labels stehen pro Produkt zur Verfügung?

In Google Shopping stehen dir pro Produkt fünf Custom Labels zur Verfügung, die als custom_label_0 bis custom_label_4 bezeichnet werden. Jedes dieser Felder darf pro Artikel nur einen Wert enthalten, der frei von dir definiert werden kann. Über das gesamte Sortiment hinweg kannst du beliebig viele verschiedene Werte verwenden, solange pro Produkt und Feld nur ein Wert gesetzt wird.

Welche Strategien für Custom Labels haben sich im E-Commerce bewährt?

Bewährte Strategien im E-Commerce sind unter anderem die Gruppierung nach Profitabilität, also nach hoher, mittlerer und niedriger Marge, nach Saison und Kampagnen wie Sommer, Winter oder Black Friday, nach Bestseller-Status oder Longtail, nach Preisclustern wie Einstiegs-, Mittel- und Premiumsegment sowie nach Lagerstatus und Produktlebenszyklus. Wichtig ist, die Logik klar zu definieren und konsequent im Feed umzusetzen.

Wie richte ich Custom Labels technisch in meinem Produktdatenfeed ein?

Custom Labels werden als zusätzliche Spalten oder Felder in deinem Produktdatenfeed angelegt, zum Beispiel in einer CSV-Datei als Spalten namens custom_label_0 bis custom_label_4. Die Werte können entweder direkt im Shopsystem gepflegt, aus einem PIM oder ERP übernommen oder bei der Feed-Erstellung durch ein Feed-Tool über Regeln automatisiert gesetzt werden. Anschließend importierst du den angereicherten Feed ins Google Merchant Center oder in andere Kanäle.

Beeinflussen Custom Labels das Ranking meiner Shopping-Anzeigen?

Custom Labels werden von Google nicht zur Bestimmung der Relevanz oder des Rankings von Shopping-Anzeigen herangezogen. Sie sind in erster Linie ein Steuerungs- und Strukturierungsinstrument für dich als Werbetreibenden. Über Custom Labels legst du beispielsweise fest, wie du Gebote nach Marge oder Saison anpasst und wie du Berichte segmentierst, um die Performance besser auswerten zu können.

Wie verknüpfe ich Custom Labels mit meiner Kampagnenstruktur in Google Ads?

In Google Ads kannst du Custom Labels als Produktgruppenmerkmal nutzen, wenn du Shopping- oder Performance-Max-Kampagnen auf Basis von Produktdaten strukturierst. Du segmentierst deine Produktgruppen nicht nur nach Marke, Kategorie oder Artikel-ID, sondern zusätzlich nach Custom-Label-Werten wie hoch_marge, bestseller oder saison_sommer. Darauf basierend kannst du unterschiedliche Gebote, Budgets und Strategien pro Labelgruppe hinterlegen.

Welche Fehler sollte ich bei der Arbeit mit Custom Labels vermeiden?

Zu den häufigsten Fehlern gehören unstrukturierte oder ständig wechselnde Benennungen der Werte, das Überladen der Felder mit zu vielen unterschiedlichen Ausprägungen, die manuelle Pflege einzelner Produkte statt automatisierter Regeln sowie fehlende Abstimmung mit der Kampagnenstruktur in Google Ads. Ebenso problematisch ist es, Custom Labels für Informationen zu nutzen, die bereits in Standardfeldern wie Kategorie, Marke oder Produkttyp sauber abbildbar sind.

16. Nächste Schritte: Du möchtest feed2content.ai ® kennenlernen?

Wenn du Custom Labels nicht nur für Kampagnen, sondern auch für skalierbare Produkttexte nutzen willst, brauchst du einen sauberen Feed-Prozess und ein Tool, das diese Daten intelligent verarbeitet. Genau hier setzt eine feed-basierte Content-Automatisierung an und verbindet deine Produktdaten inklusive Custom Labels mit hochwertigen, shopfertigen Texten.

Sieh dir unsere Funktionen live an und teste feed2content.ai ® kostenfrei. In wenigen Minuten kannst du aus deinem Produktfeed hunderte Texte generieren lassen – inklusive der Logik aus deinen Custom Labels.

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